Parzival-Handschriften
und Fragmente zu den Editionsproben

Hs. D:

St. Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. 857 [Digitalfaksimile]

Pergament – 318 Blätter – Format: 31,5 x 21,5 cm (Schriftraum 26 x 16,5 cm), zwei Spalten zu 51-55 Zeilen (frühgotische Buchschrift) – um 1260 – südostalemannisch-südwestbairischer Raum (Südtirol?) – Sammelhandschrift, Inhalt: Wolframs ›Parzival‹, ›Nibelungenlied‹ und ›Klage‹, Strickers ›Karl der Große‹, Wolframs ›Willehalm‹, Spruchstrophen Friedrichs von Sonnenburg – Abschnittsgliederung durch qualitativ hochstehende Zierinitialen in Gold auf Farbgrund oder farbig auf Goldgrund, aus einer norditalienischen Malschule – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. m:

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2914

Papier – VII + 540 Blätter – Format: 27,5 x 20 cm (Schriftraum 19-19,5 x 11,5-11,7 cm), eine Spalte (Bastarda) – um 1440-1445 – Elsass (Werkstatt des Diebold Lauber) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ – Abschnittsgliederung durch rote Initialen, Versanfänge rot gestrichelt – 25 aquarellierte, meist blattgroße Federzeichnungen, eine große 'belebte' Initiale am Beginn – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus.

Hs. n:

Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. Pal. germ. 339

Papier – 604 Blätter – Format: 27,8 x 19,3 cm (Schriftraum 17,5 x 9 cm), eine Spalte (Bastarda) – um 1443-1446 – Elsass (Werkstatt des Diebold Lauber) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ – Abschnittsgliederung durch rote Überschriften und rote Initialen, Anfangsbuchstaben der Verse rot gestrichelt – 64 aquarellierte Federzeichnungen, eine 15zeilige Initiale am Beginn – vgl. auch die Angaben der Universitätsbibliothek Heidelberg sowie jene im Handschriftencensus.

Hs. o:

Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, Mscr.Dresd.M.66

Papier – 548 Blätter – Format: 28 x 20 cm (Schriftraum 18,5 x 12 cm), eine Spalte (Bastarda) – um 1445-1450 – Elsass (Werkstatt des Diebold Lauber) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ (Text bis Vers 807.11 erhalten) – 46 (ursprünglich 63) aquarellierte Federzeichnungen, eine große 'belebte' Initiale am Beginn – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus und jene zur Tiefenerschließung und Digitalisierung der deutschsprachigen mittelalterlichen Handschriften der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden.

Hs. G:

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 19 [Digitalfaksimile]

Pergament – 75 Blätter – Format: 30 x 21 cm (Schriftraum 26 x 18-19 cm), drei Spalten zu 52-79 Zeilen (frühgotische Minuskel) – Mitte des 13. Jhs. – ostalemannisch-bairisch – Sammelhandschrift, Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ und ›Titurel', verschiedene kurze Prosaerzählungen, Wolframs Tagelieder – Abschnittsgliederung durch vorwiegend rosa-rot-blaue-tintenfarbige Initialen – vier Bildseiten mit je drei übereinander liegenden, gerahmten Bildstreifen in Deckfarbenmalerei auf einem eingebundenen Doppelblatt (Bl. 49/50) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. I (Gm):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 61

Pergament – 130 Blätter – Format: 22 x 16 cm (Schriftraum 18 x 14,5 cm), zwei Spalten zu 33-34 Zeilen (frühgotische Buchschrift), Verse nicht abgesetzt – zweites Viertel des 13. Jhs. – mittelbairisch – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ – Abschnittsgliederung durch rote Initialen, gelegentlich rote Überschriften – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. L (Gσ):

Hamburg, Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. germ. 6

Papier – 307 Blätter – Format: 29 x 21 cm (Schriftraum 21,5 x 14,5 cm), zwei Spalten zu 28-36 Zeilen (Bastarda), Verse der Reimpaartexte abgesetzt – datiert auf 1451 (Nachträge 1452) – rheinfränkisch – Sammelhandschrift, Inhalt: ›Das wunderbare Horn‹, ›Der wunderbare Mantel‹, Wolframs ›Parzival‹, Notiz über König Artus, Wirnts von Grafenberg ›Wigalois‹, Sultan Abu Nasr von Ägypten: Brief an den Großmeister der Rodesier Ritter (aus der Chronik des Eberhard von Windeck), Sultan Almansor: Brief, Ps.-Stricker: ›Der König im Bade‹, Einzugsordnung bei der Krönung Kaiser Friedrichs III. in Rom 1451 (recte 1452), Geschichte der Jungfrau von Orleans (aus der Chronik des Eberhard von Windeck), Friedensartikel zwischen dem Bischof von Lüttich, Johannes VIII. van Heinsberg (1419-1455) und der Stadt Lüttich, Bericht über die Geburt eines Monstrums in Straßburg im Jahr 1412 – Abschnittsgliederung durch rote Initialen und Überschriften, rot gestrichelte Buchstaben am Verseingang – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus.

Hs. M (Gυ):

Schwerin, Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker, ohne Signatur [Digitalfaksimile]

Papier – 206 Blätter – Format: 30,5 x 21,5 cm (Schriftraum 24,5 x 16 cm), zwei Spalten (Bastarda) – um 1435-1440 – mitteldeutsch – Inhalt: Wirnts von Grafenberg ›Wigalois‹, Wolframs ›Parzival‹ (Text bis Vers 803.07 erhalten) – Abschnittsgliederung durch rote Initialen und Überschriften, Anfangsbuchstaben der Verse rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus.

Hs. O (Gk):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 18

Pergament – 107 Blätter – Format: 31,25 x 22 cm (Schriftraum 25 x 16 cm), zwei Spalten zu 39-46 Zeilen (einfache gotische Gebrauchsschrift) – letztes Viertel des 13. Jhs. – bairisch – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ (Text bis Vers 555.20 erhalten) – Abschnittsgliederung durch ausgesparten Raum für Initialen – Raum für 103 Doppelbilder freigelassen; von den Illustrationen ist nur die erste (Bl. 1v) ausgeführt (eine Federzeichnung auf Bl. 2v stammt aus dem 15. Jh.) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. Q (Gτ):

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Donaueschingen 70 (ehemals Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek, Hs. 70)

Papier – 169 Blätter – Format: 29 x 20,5 cm (Schriftraum 22 x 16-18 cm), zweispaltiger Text (fränkische Bastarda) – drittes Viertel des 15. Jhs. – hessisch – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ – Abschnittsgliederung durch rote Initialen und Überschriften, Anfangsbuchstaben der Verse rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus.

Hs. R (Gχ):

Bern, Burgerbibliothek, Cod. A A 91

Papier – 180 Blätter – Format: 31 x 21,5 cm (Schriftraum 23 x 16-17,5 cm), zwei Spalten zu 30-40 Zeilen (Bastarda) – datiert auf 1467 – hochalemannisch – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ – Abschnittsgliederung durch Cadellen am Spaltenanfang und rote Initialen – 28 kolorierte Federzeichnungen (mit roten Bildüberschriften) – vgl. auch die Angaben im Handschriftencensus.

Hs. T (Gn):

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2708

Pergament – 113 Blätter – Format: 22,8 x 16,8 cm (Schriftraum 16,3-7 x 10,8 cm), zwei Spalten zu 38 Zeilen – letztes Viertel des 13. Jhs. – alemannisch – ein Hauptschreiber; ein zweiter beschrieb nur die Blätter 100va bis 101rb – die Hs. stammt aus demselben (Zürcher?) Skriptorium wie Fr. 32 und der Cgm 63 (Rudolf von Ems, ‚Wilhelm von Orlens’) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ (Text bis Vers 572.30 erhalten) – Abschnittsgliederung durch rote, z.T. in einfachster Weise geschmückte Initialen, bei Großabschnitten Initialen in der Höhe von bis zu 6 Zeilen; hinzu treten Majuskeln, die den Text weiter untergliedern; die Initialen stimmen auffällig häufig mit den Majuskeln in Hs. D überein; die Textgliederung ist an Sinnabschnitten orientiert, eine Dreißigergliederung ist nicht vorhanden – die Hs. wurde vom Präfekten der Wiener Hofbibliothek, Peter Lambeck, aus Ambras (sie wurde vermutlich von Maximilian I. angeschafft) im Jahr 1665 nach Wien überführt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. U (Gμ):

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 2775

Pergament – 108 Blätter – Format: 36,5 x 27 cm (Schriftraum 26 x 20,5 cm), drei Spalten zu 38 Zeilen bis Blatt 22, danach zwei Spalten zu 40 bis 44 Zeilen; Blatt 21 wurde an falscher Position eingebunden – erstes Viertel des 14. Jhs. – rheinfränkisch (wohl aus alemannischer Vorlage) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹: es fehlen die Dreißiger 338-397, 453-502, 553-599 und 643-678 aufgrund von Textkürzung – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Initialen, Versanfänge (und gelegentlich Eigennamen) rot gestrichelt – Großabschnitte werden mit Initialen von unterschiedlicher Höhe eingeleitet – die Hs. wurde 1665 von Ambras nach Wien gebracht – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. V (Gδ):

Karlsruhe, Badische Landesbibliothek, Donaueschingen 97 (früher: Donaueschingen, Fürstlich Fürstenbergische Hofbibliothek, Hs. 97)

Pergament – 320 Blätter – Format: 39 x 26,5 cm (Schriftraum 33 x 19 cm), zwei Spalten zu 47 bis 49 Zeilen (Textura) – datiert auf 1331-1336 – elsässisch – Sammelhandschrift, Inhalt: Wolframs ›Parzival‹ (Bücher I-XIV), Liedstrophen, ›Der Neue Parzival‹, Wolframs ›Parzival‹ (Bücher XV/XVI), Epilog von Philipp Colin, Liedstrophen – Abschnittsgliederung durch Fleuronnée-Initialen an den Abschnittsanfängen, teilweise mit Masken geschmückt; zahlreiche Überschriften und redaktionelle Notizen, um die heterogenen Teile zu einem Ganzen zusammenzufügen – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Hs. Vʼ (Gδδ):

Roma, Biblioteca Casanatense, Ms. 1409 (früher: A I 19; davor: Cpg 317)

Pergament – 181 Blätter – Format: 39 x 27 cm (Schriftraum: ca. 30,5 x 19,4-7 cm), zwei Spalten zu 46-53 Zeilen (meist 48) (Textura) – 14. Jh. – die elsässische Mundart der Vorlagenhandschrift V ist weitgehend geglättet – Inhalt: ursprünglich wohl zweibändige Abschrift von Hs. V; der erste Band mit den Büchern I-XIV aus Wolframs ’Parzival’ ist nicht erhalten, der zweite Band enthält den ›Neuen Parzival‹ und Wolframs Bücher XV/XVI – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Lombarden, an den Abschnittsanfängen meist rotfarbige Inhaltsangaben – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Druck W (Gφ):

Druck von Johann Mentelin

Papier – 159 Blätter – Format: 29 x 20,9 cm (beschnitten) (Schriftraum 21,2 x 15,2-4 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen (Antiquatype) – datiert auf 1477 – Straßburg – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹; häufig angebunden: Albrecht, ‚Der jüngere Titurel’ – Abschnittsgliederung durch Initialen und Überschriften und ausgesparten Raum für Initialen (in einzelnen Exemplaren sind Initialen eingezeichnet) – ausgesparter Raum für Illustrationen – vgl. auch die Angaben im Gesamtkatalog der Wiegendrucke.

Hs. Z (Gκ):

Heidelberg, Universitätsbibliothek, Cod. Pal. germ. 364

Pergament – 152 Blätter – Format: 45,6 x 30,5 cm (Schriftraum 35 x 20 cm), zwei Spalten zu 56 Zeilen (Textura) – zweites Viertel des 14. Jhs. – ostfränkisch (›Parzival‹) und bairisch (›Lohengrin‹) – Inhalt: Wolframs ›Parzival‹; ›Lohengrin‹ – Abschnittsgliederung durch rote Überschriften, Anfangsbuchstaben der Verse rot gestrichelt, am Beginn (Bl. 1r) 16zeilige Initiale mit Randausläufer, im Buchstabenkörper Blattwerk und Kopf eines Fabelwesens ausgespart, an den Buchanfängen 7zeilige blau-rot gespaltene Fleuronnée-Initialen, an den Abschnitten 3zeilige rote und blaue Lombarden – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 1 (a):

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 13070

Pergament – 2 Blätter – Format der Blätter 23,4 x 16,8 cm, 23,4 x 17,4 cm, ursprl. Format ca. 25-26 x 18 cm (Schriftraum 21 x 14,1 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse nicht abgesetzt – zweites Drittel des 13. Jhs. – oberdeutsch (bairisch-alemannisch) – Abschnittsgliederung durch einzelne rote Lombarden – innerhalb der Abschnitte sind einzelne Versanfänge durch verzierte rotgestrichelte Majuskeln hervorgehoben und teilweise ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 2 (b):

Eisleben, Bibliothek der Andreaskirche, ohne Sign., verschollen (Fotografien: München, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Hartl-Nachlass, Inv. Nr. H 9)

Pergament – 1 Blatt – ursprl. Format ca. 37 x 17 cm (Schriftraum ca. 29 x 12,5 cm), zwei Spalten zu 60 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – mitteldeutsch (vermutlich nach oberdeutscher Vorlage) – Abschnittsgliederung durch ausgesparten Raum von 2 Zeilen – die Anfangsbuchstaben (meist Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 3 (c):

Weimar, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Cod. Fol. 439a (12), verschollen

Pergament – Reste von 2 Blättern – Format 25,5-27 x 15 cm, ursprl. Format 33-34 x 24 cm (Schriftraum ca. 24-24,5 x 20,5-21 cm), drei Spalten zu 34 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs / Anfang des 14. Jhs. – ostmitteldeutsch (thüringisch) – Abschnittsgliederung durch einzeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben (meist Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 4 (ç):

Trier, Stadtbibliothek, Mappe X, Fragm. 11

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 20 x 15,3 cm, 20 x 13,7 cm (Schriftraum 19-19,5 x 11-11,5 cm), zwei Spalten zu 33 Zeilen, Verse nicht abgesetzt – Mitte oder zweite Hälfte des 13. Jhs. – mitteldeutsch (rheinfränkisch-hessisch-thüringisch) – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Lombarden (zweizeilig am Spaltenrand, einzeilig im Spalteninnern) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 5 (d):

Rein (Steiermark), Stiftsbibliothek, aus Cod. 205

Pergament – Reste von 2 Doppelblättern – Format 29,5 x 21,4 cm (Schriftraum 24,7 x ca. 18 cm), drei Spalten zu 60 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – alemannisch – Abschnittsgliederung durch dreizeilige rote Lombarden und innerhalb der Abschnitte durch §-Zeichen – die Anfangsbuchstaben (überwiegend mit roter Linie durchstrichene Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 6 (e):

Liverpool, University Library (Sydney Jones Library), Ms. M 8951 (Dauerleihgabe des Liverpool Museums, früher Mayer Museum, Ms. 895/M)

Pergament – 2 Blätter – Format ca. 24,7 x 17 cm (Schriftraum 15,5 x 12 cm), zwei Spalten zu 34 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – westalemannisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rankenverzierte Initialen, abwechselnd rot und blau, am Buchanfang (787,1) dreizeilige Initiale, darüber Leerzeile – die Anfangsbuchstaben (fast immer Minuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 7 (f):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 923 Nr. 39

Pergament – Reste von 2 Doppelblättern – Format 20 x 23,5 cm, 20 x 10 cm, ursprl. Format mind. 28 x 23,5 cm (Schriftraum ca. 23-24 x 20,7 cm), zwei Spalten zu 48 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. / Anfang des 14. Jhs. – ostalemannisch-bairisch (mit mitteldeutschen Merkmalen) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige Fleuronnée-Initialen (rot mit blau-grünen bzw. grün-schwarzen, blau mit roten Verzierungen), Hervorhebung der Großabschnitte durch fünfzeilige Fleuronnée-Initialen und rote Überschriften – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (Majuskeln) sind ausgerückt (in eigener Kolumne) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 8 (g):

Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, 4° Cod. Ms. philol. 184:Ia

Pergament – 2 Blätter – Format 33 x 24,5 cm (Schriftraum ca. 27 x 19 cm), zwei Spalten zu 44 Zeilen, Verse abgesetzt – Anfang des 14. Jhs. – mitteldeutsch (verm. nordrheinfränkisch nach oberdeutscher Vorlage) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote und blaue Initialen – die Anfangsbuchstaben (gelegentlich verzierte Majuskeln) sind nicht ausgerückt – innerhalb der Abschnitte sind einzelne Versanfänge aber durch Ausrücken der Anfangsbuchstaben hervorgehoben und stehen in einer eigenen Kolumne – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 9 (h):

1. Gotha, Forschungsbibliothek, Memb. I 130
2. Sondershausen, Schlossmuseum, Germ. lit. 2 (früher Arnstadt, Regierungsarchiv, ohne Sign.)

Pergament – 1. 1 Doppelblatt, 2. 1 Doppelblatt – Format 47 x 35 cm (Schriftraum ca. 32-33 x 24,5 cm, die Maße des Liniennetzes differieren etwas), zwei Spalten zu 36 Zeilen, Verse abgesetzt – Anfang des 14. Jhs. – ostmitteldeutsch (thüringisch) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige Fleuronnée-Initialen (Grundfarbe blau oder rot, Verzierungen in der Gegenfarbe, neben blau auch grün), gelegentlich unterblieb die Verzierung – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (überwiegend Majuskeln) sind ausgerückt, in eigener Kolumne und durch eine durchgehende rote Linie verbunden – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 10 (i):

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv, Fragm. Germ. 1

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 21,7 x 15,1 cm, ursprl. Format mind. 28 x 18,5 cm (Schriftraum ca. 19 x 13,5 cm), zwei Spalten zu 26-28 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. / Anfang des 14. Jhs. – bairisch-österreichisch – Abschnittsgliederung durch zwei- oder dreizeilige, schmucklose rote Initialen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (überwiegend rot gestrichelte Majuskeln) sind ausgerückt und in eigener Kolumne (sofern nicht der Schriftraum der Spalte a auf die Nachbarspalte übergreift) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 11 (k):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 194/I

Pergament – 2 Doppelblätter – ursprl. Format ca. 27 x 19,5 cm (Schriftraum 21,5-22 x 14 cm), zwei Spalten zu 38 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Initialen in der Höhe von zwei Zeilen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse sind vor die Spalte gerückt und rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 12 (l):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 7

Pergament – Rest eines Blattes – Format 13,5 x 10,7 cm (Schriftraum vermutlich 22,5-23 x 12 cm), zwei Spalten zu vermutlich 60-61 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – (ost)mitteldeutsch mit bairischen Merkmalen – das Blatt weist keine Abschnittsgliederung auf – die ungeraden Versanfänge (vereinzelt Majuskeln) sind vor die Spalte in eigener Kolumne herausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 13 (ll):

Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek, 2° Ms. poet. et roman. 30[7

Pergament – Rest eines Blattes – Format 13 x 22,5 cm (Schriftraum ca. 25 x 18,4 cm), zwei Spalten zu 14-18 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 14. Jhs. – rheinhessisch – Abschnittsgliederung durch eine zweizeilige rote Lombarde – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (rubrizierte, leicht verzierte Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 14 (r):

Erlangen, Universitätsbibliothek, Ms. B 1

Pergament – 1 Blatt und 1 obere Blatthälfte (aus Falzen zusammengesetzt) – Format 29,5 x 19 cm (Schriftraum 27 x 17-18 cm), zwei Spalten zu 38 Zeilen, Verse nicht abgesetzt, durch Punkte getrennt – erste Hälfte des 13. Jhs. – (ost)oberdeutsch – Abschnittsgliederung durch einzeilige rote Lombarden – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 15 (s):

Zürich, Zentralbibliothek, Cod. Z XIV 13

Pergament – Rest eines Doppelblattes – Format 23,1 x 19 bzw. 23,4 x 10,4 cm (Schriftraum 19,5 x 14,5 cm), zwei Spalten zu 32 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13./Anfang des 14. Jhs. – oberdeutsch mit mitteldeutschen Merkmalen (vermutlich alemannisch) – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (in der Regel Majuskeln) sind ausgerückt, in eigener Kolumne und rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 16 (t):

Würzburg, Staatsarchiv, ohne Signatur (verbrannt) (Fotografien: München, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Hartl-Nachlass, Inv. Nr. H 19)

Pergament – 4 Streifen eines Blattes – Format nicht feststellbar (Schriftraum nicht feststellbar), drei Spalten zu 51-52 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – alemannisch – Abschnittsgliederung durch eine zweizeilige Lombarde (bei 627,1) – die Anfangsbuchstaben (nur ausnahmsweise Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 17 (E):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 194/III

Pergament – 1 Blatt – Format 21,5 x 14 cm (ursprl. Schriftraum 23,3 x 12 cm), zwei Spalten zu 60 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – bairisch-ostalemannisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind geringfügig ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium

Fr. 18 (F, Gl und Gv):

1. Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, Cod. poet. et phil. 4° 89
2. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 2
3. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 42520

Pergament – insgesamt 5 Doppelblätter und Reste eines Blattes – Format 24 x 16,5-17 cm (Schriftraum 19,5 x 13-13,5 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – oberdeutsch (bairisch) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Lombarden (z.T. mit feiner blauer Füllung), die Großabschnitte sind durch fünf- bis sechszeilige Initialen mit einfacher Verzierung gekennzeichnet – die Anfangsbuchstaben (überwiegend Majuskeln mit ausgreifendem Anstrich) sind rot gestrichelt, aber nicht auf allen Seiten; sie stehen, ohne ausgerückt zu sein, auf der Begrenzungslinie der Spalte – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium

Fr. 19 (Ga):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 1

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 25 x 14,5 cm (Schriftraum 22 x 11-11,5 cm), zwei Spalten zu 50 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (bairisch) – Abschnittsgliederung durch ungeschickte, zweizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind ausgerückt – Korrekturen von Verschreibungen von der Hand des Schreibers – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 20 (Gb):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 4

Pergament – 2 Doppelblätter – Format 22,7 x 17 cm (Schriftraum 20 x 12,5-13 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (vermutlich ostalemannisch) – Abschnittsgliederung durch ausgesparten Raum für zweizeilige Initialen – die Anfangsbuchstaben sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 21 (Gc):

1. Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. 12780
2. Dortmund, Stadt- und Landesbibliothek, Hds. 168 (früher Privatbesitz Ehrenfeld, Wien)

Pergament – Insgesamt 18 Blätter (8 Doppel- und 2 Einzelblätter) – Format 22,5 x 14-14,5 cm (Schriftraum 19,8-20,2 x 10,8-11,8), zwei Spalten zu 50 (in einigen Fällen 49) Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – bairisch-österreichisch – Abschnittsgliederung durch grüne, rote oder blaue Initialen in der Höhe von ein bis zwei Zeilen. Großabschnitte sind durch vier- bis sechszeilige Initialen gekennzeichnet – Teile des Fragments (Doppelblatt 9/14) wurden im 18. Jh. durch J. B. Heyrenbach abgeschrieben, dem einige der heute weggebrochenen Teile noch zur Verfügung standen. Diese Abschrift wird von der Österreichischen Nationalbibliothek unter der Signatur Cod. 8538 (Blatt 153rv) aufbewahrt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 22 (Gd):

1. Erfurt, Bistumsarchiv, Deutsche Fragmente Nr. 2
2. Leipzig, Universitätsbibliothek, Deutsche Fragmente 28

Pergament – Reste von 4 Doppelblättern – Format der erhaltenen Blätter: Bl. 1/2 (Erfurt): 15,8-16,2 x 17 cm (13-13,5), Bl. 3/4 (Leipzig): zusammen 4,8 x 23,7 cm, Bl. 5/6 (Erfurt): 10,5 x 17 cm (13-13,5), Bl. 7/8 (Leipzig): 6,2 x 27,2 cm – ursprl. Format ca. 24-25 x 17 cm (Schriftraum ca. 20-21 x 12-12,8 cm), zwei Spalten zu ursprl. 48 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – mitteldeutsch (vielleicht südthüringisch nach oberdeutscher Vorlage) – Abschnittsgliederung durch rote Initialen in der Höhe von zwei Zeilen – die Anfangsbuchstaben sind vor die Zeile in eigene Kolumne gerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 23 (Ge):

1. Naumburg, Domstiftsbibliothek, Fragment 64
2. Wrocław, Biblioteka Uniwersytecka, Mil. II 441 membr. (früher Görlitz, Milichsche Bibliothek, Cod. Ch. Fol. 441)

Pergament – 2 Doppelblätter – Format der erhaltenen Blätter: Bl. 1/2 (Naumburg): zusammen 3,8 x 19,6 cm, Bl. 3-6 (Breslau): 21,7 x 18,6 cm, 20,7 x 17,1 cm (ursprl. Schriftraum 22,5 x 14,5-15,5 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte oder Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (bairisch mit mitteldeutschen Spuren) – Abschnittsgliederung durch einfache, einzeilige rote Initialen – die Anfangsbuchstaben (meist Majuskeln) sind wenig ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 24 (Gf):

1. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 8
2. Oberhollabrunn, Knabenseminar, ohne Sign., verschollen
3. Amberg, Staatliche Provinzialbibl., 8° Ms. 1
4. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 923 Nr. 40

Pergament – insgesamt 7 Blätter, davon 2 Doppel- und 3 Einzelblätter – Format 23 x 16 cm (Schriftraum 19,5 x 14 cm), zwei Spalten zu 37, gelegentlich zu 36 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (vermutlich nordbairisch) – Abschnittsgliederung durch vierzeilige (Großgliederung) bzw. durch zwei- bis dreizeilige rote Initialen (Kleingliederung) – die Anfangsbuchstaben (Majuskeln) sind leicht herausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 25 (Gg):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 9

Pergament – 1 Blatt (aus 3 Teilen zusammengesetzt) und 1 Doppelblatt – Format 22,3 x 16,4 cm, ursprl. Format 24 x 16,4 cm (Schriftraum 18-18,5  x 13 cm), zwei Spalten zu 35-36 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte oder zweite Hälfte des 13. Jhs. – oberdeutsch (verm. schwäbisch nach bairischer Vorlage) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote und blaue Lombarden – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind ausgerückt (auf eigener Linie) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 26 (Gh):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249/3c

Pergament – 3 Bruchstücke aus einem Einzelblatt – Format der erhaltenen Teile: 5,4 x 5,2 cm; 5,8 x 4,5 cm; 5,3 x 4,2 cm – ursprl. Format ca. 21,5 x 15,5 cm (Schriftraum ca. 18 x 12,5 cm), zwei Spalten zu vermutl. 40 Zeilen, Verse nicht abgesetzt – Ende des 1. Viertels des 13. Jhs. (das Fragment ist somit der älteste erhaltene Textzeuge der ›Parzival‹-Überlieferung) – alemannische, bairische und mitteldeutsche / ostfränkische Elemente sind nachweisbar, was auf einen sprachlichen Transformierungsprozess ins Alemannische hindeutet – Abschnittsgliederung durch einzeilige rote Initialen – das Fragment wurde gemeinsam mit Fragment 42 im Einband eines zu Beginn des 14. Jhs. geschriebenen Kopialbuchs aus dem Zisterzienserkloster Schönau (bei Heidelberg) gefunden – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 27 (Gi):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249/3d

Pergament – 6 Stücke von 2 Blättern – Format 5-8,5 x 4,5-6,5 cm, ursprl. Format ca. 19 x 14 cm (ursprl. Schriftraum 14,5 x 9 cm), zwei Spalten zu 32-33 Zeilen, Verse abgesetzt – letztes Viertel des 13. Jhs. – oberdeutsch (nordalemannisch-ostfränkischer Grenzraum) – Abschnittsgliederung nicht bezeugt – die Anfangsbuchstaben (überwiegend Majuskeln, z.T. verziert) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 28 (Gj):

1. Gotha, Forschungsbibliothek, Memb. II 218
2. Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek, 8° Ms. poet. et roman. 11

Pergament – 1. 1 Doppelblatt, 2. 2 Streifen eines Blattes – Format 1. 15 x 10,5 cm, 2. 2,5 x 5,7 cm, 3,7 x 6,5 cm, ursprl. Format 15,5-16 x 11,5 cm (Schriftraum 13 x 9 cm), eine Spalte zu 35-36 Zeilen, Verse nicht abgesetzt – Ende des 13. Jhs. / Anfang des 14. Jhs. – mitteldeutsch-niederdeutsch (ostfälischer Schreiber nach ostoberdeutscher Vorlage) – Abschnittsgliederung bei Sinneinschnitten durch häufiger rotgestrichelte Anfangsbuchstaben (meist Majuskeln) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 29 (Go):

Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 24137

Pergament – 2 stark beschädigte Blätter und 3 Streifen eines Blattes – Format ca. 18,5 x 12 cm (Schriftraum 14,5 x 9 cm), zwei Spalten zu 46 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (bairisch) – Abschnittsgliederung durch zwei- bis dreizeilige Initialen mit aufwendiger Rankenverzierung (rot mit blau, grün oder blau mit rot) – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 30 (Gp):

Salzburg, Salzburg Museum, Hs. 2479 (früher Privatbesitz Franz Val. Zillner, Salzburg)

Pergament – 1 Blatt – Format 18,3 x 12 cm (ursprl. Schriftraum 18,5 x 11,5 cm), zwei Spalten zu 44 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch ein- bis zweizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (meist Majuskeln) sind in eigener Kolumne ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 31 (Gq):

1. Solothurn, Staatsarchiv, Handschriftenfragmente R 1.4.234 (1)
2. Colmar, Bibliothèque municipale, Ms. 850/1 (Kat.-Nr. 529/1)

Pergament – 1. 2 Längsstreifen aus 2 Blättern, 2. 2 Querstreifen eines Doppelblattes – Format ca. 20 x 15,8 cm (Schriftraum 18  x 12,7 cm), drei Spalten zu 68 Zeilen, Verse abgesetzt – letztes Viertel des 13. Jhs. – oberdeutsch (eher alemannisch als bairisch) – Abschnittsgliederung durch zwei- bis dreizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben (meist Majuskeln) sind ausgerückt (auf eigener Linie) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 32 (Gr):

1. Zürich, Zentralbibliothek, Cod. Car C 182
2. Zürich, Staatsarchiv des Kantons, C VI 1, VI, Nr. 6b

Pergament – 2 Doppelblätter – Format: 33-34 x 23,5 cm (Schriftraum 26 x 17 cm), drei Spalten zu 46 Zeilen (Textualis) – letztes Viertel des 13. Jhs. – alemannisch; aus demselben (Zürcher?) Skriptorium wie Hs. T und der Cgm 63 (Rudolf von Ems, ‚Wilhelm von Orlens’) – die Fragmente gehören zu einem Codex, der auch Gottfrieds von Straßburg ›Tristan‹ (ohne Fortsetzung) enthielt (Fragmente z/z1: Staatsarchiv des Kantons Zürich, Cod. C VI 1/VI 6b) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige, rote und blaue Initialen; am Beginn des ‚Parzival’ steht eine elfzeilige, mehrfarbige Zierinitiale – sowohl im ‚Parzival’ als auch im ‚Tristan’ sind in regelmäßigen Abständen Majuskeln vor die Zeile gerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium und im Archivkatalog des Staatsarchivs des Kantons Zürich.

Fr. 33 (Gs):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 1394 (früher Bad Berleburg, Sayn-Wittgensteinsche Schloßbibl., ohne Signatur)

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 32 x 23,6 cm (Schriftraum 25,3-25,7 x 17,5-18 cm), zwei Spalten zu 59 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – westmitteldeutsch (vermutl. nordrheinfränkisch) – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Initialen in der Höhe von drei Zeilen. Großgliederung durch achtzeilige Initialen – Die ungeraden Verse werden mit ausgerückten, rot gestrichelten Majuskeln begonnen – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 34 (Gt):

München, Universitätsbibliothek der LMU, 8° Cod. ms. 154 (= Cim. 80b), Fragm. I

Pergament – 7 Querstreifen einer oberen Blatthälfte – Format 1,2-1,7 x 13-14 cm, ursprl. Format mind. 20 x 14,5 cm (Schriftraum 16 x 11,5 cm), zwei Spalten zu 36-37 Zeilen, Verse abgesetzt – um 1300 – bairisch – Abschnittsgliederung durch ausgesparten Raum für zweizeilige Initiale (bei 612,1) – die Anfangsbuchstaben (Majuskeln, z.T. verziert) sind in den b-Spalten geringfügig ausgerückt – Verse 611,1-6 sind von einem zweiten Schreiber – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 35 (Gu):

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 404.9 Novi (23)

Pergament – Rest eines Blattes – Format 21 x 19 cm, ursprl. Format ca. 30 x 22,5-23 cm (Schriftraum 24 x 17 cm), zwei Spalten zu 36 Zeilen, Verse abgesetzt – Anfang des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch dreizeilige, aufwendige Fleuronnée-Initialen (rot mit blaugrüner bzw. blau mit roter Verzierung) – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (z.T. Majuskeln) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 36 (Gw):

Wasserburg (Inn), Stadtarchiv, verschollen (Fotografien: München Bayerische Staatsbibliothek, Cod. sim. 195)

Pergament – 6 Querstreifen aus 4 Doppelblättern – Format ca. 6 bzw. 7 x 29 cm – ursprgl. Format wohl 23,5 x 16,5 cm (Schriftraum 18,5 x 12 cm), zwei Spalten zu 38 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch rote oder blaue Initialen in der Höhe von zwei Zeilen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse sind rot gestrichelt. Am Beginn jeder Spalte stehen vergrößerte und verzierte Majuskeln – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 37 (Gx):

Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, Cod. Ms. W. Müller I,2

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 23,6 x 16,5-17 cm (Schriftraum 18,5-19,5 x 11,8 cm, Höhendifferenz zwischen Innen- und Außenseite des Doppelblattes), zwei Spalten zu 41 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote und blaue Lombarden – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (überwiegend Majuskeln) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 38 (Gy):

Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 120937

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 27,2 x 21,5 cm (Schriftraum 20,5 x 17,5-18 cm), drei Spalten zu 41 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – oberdeutsch / schwäbisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote und blaue Lombarden – die Anfangsbuchstaben (rotgestrichelte Majuskeln) sind nicht ausgerückt – die ersten Buchstaben am Spaltenanfang sind meist vergrößert und verziert – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 39 (Gz und Gπ):

1. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 42519 (Gz)
2. Darmstadt, Universitäts- und Landesbibliothek, Hs. 3252 (Gπ)

Pergament – Insgesamt 7 Doppelblätter – Format 27,5-28,5 x 21 cm (Schriftraum 22 x 16 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – alemannisch mit Nähe zum Elsässischen – Abschnittsgliederung durch rote, braune und blaue Fleuronnée-Initialen in der Höhe von zwei Zeilen. Der Großabschnitt bei 503,1 wird mit einer vierzeiligen Prachtinitiale eingeleitet – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse sind rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 40 (Gα):

1. Schwaz, Konventarchiv des Franziskanerklosters, Lade O, Frag. germ. 2
2. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 923 Nr. 37
3. Graz, Zentralbibl. der Wiener Franziskanerprovinz, A 1/26 (früher Maria-Lankowitz, Franziskanerkloster, ohne Signatur)
4. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 194/II

Pergament – Insgesamt 20 Blätter, davon 8 Doppelblätter – ursprl. Format ca. 32,5 x 25 cm (Schriftraum 21,5-22 x 16 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – Anfang des 14. Jhs. – böhmisch – Das Fragment wurde gegen Ende des 14. Jhs. durch einen Korrektor in bairisch-österreichische Mundart umgearbeitet – Abschnittsgliederung durch blaue oder rote Fleuronnée-Initialen in der Höhe von zwei bis drei Zeilen, die zum Teil später herausgeschnitten wurden – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse sind vor die Spalte gerückt – der Beginn des vierten Buches (Vers 179,13) ist mit einer achtzeiligen mehrfarbigen Initiale auf Goldgrund mit einer Doppellanze in der Funktion einer Randleistenverzierung gestaltet – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 41 (Gβ):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 9342 (früher Privatbesitz Ernst Fischer, Freiburg im Breisgau)

Pergament – 2 Längsstreifen eines Blattes – Format 20,5 x 4 cm, ursprl. Format 22 x 14 cm (Schriftraum unter 20 cm), zwei Spalten zu 31 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch – Abschnittsgliederung bezeugt durch eine blau-rote Initiale unbekannter Größe und durch ausgerückte Großbuchstaben – die Anfangsbuchstaben (in der Regel Minuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 42 (Gγ):

München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249/3b

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 23,2 x 16 cm (Schriftraum 19,5  x 12,7 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – letztes Viertel des 13. Jhs. – alemannisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Initialen – die Anfangsbuchstaben (fast ausschließlich Minuskeln) sind nicht ausgerückt – Korrekturen von der Hand des Schreibers und auf Rasur von anderer Hand (473,17) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 43 (Gε):

Göttingen, Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, 4° Cod. Ms. philol. 184:Ib

Pergament – Reste von 2 Einzelblättern – Format ca. 22,5 x 15 cm (Schriftraum ca. 18,5 x 12 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – vielleicht südwestdeutsch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Initialen – die Anfangsbuchstaben sind in eigener Kolumne leicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 44 (Gεε):

Tübingen, Wilhelmsstift, Cod. Gb 676

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 23,5 x 15,5 cm (Schriftraum 18,5-18,8 x 12,2-12,8 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – ostfränkisch/ südthüringisch – Abschnittsgliederung durch dreizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben (Majuskeln) sind in den a-Spalten geringfügig ausgerückt und in eigener Kolumne – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 45 (Gζ):

1. Borken (Westfalen), Stadtarchiv, ohne Sign.
2. Münster, Landschaftsverband Westfalen-Lippe-Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Ms. 459

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 24,8 x 18 cm (Schriftraum 20,5-21 x 14,2 cm), zwei Spalten zu 34 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 14. Jhs. – Schreibsprache eines hochdeutsch schreibenden Niederdeutschen – Abschnittsgliederung durch eine zweizeilige rote Initiale – die Anfangsbuchstaben (rubrizierte Majuskeln) der ungeraden Verse sind in eigener Kolumne herausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium

Fr. 46 (Gζζ):

London, Privatbesitz Lord Ashburnham (Barrois-Handschriften), verschollen

Pergament – 1 Blatt – Format quart (Schriftraum nicht bekannt), vermutlich zwei Spalten zu 39-40 Zeilen, Verse abgesetzt – 14. Jh. – Schreibsprache nicht bekannt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium

Fr. 47 (Gη):

1. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 5
2. Ansbach, Staatliche Bibliothek, Ms. lat. 68, vorderer und hinterer Spiegel

Pergament – 1. 2 Doppelblätter, 2. deren Leimabklatsch – Format 19,8 x 18,5 cm, 20-20,8 x 18 cm (Schriftraum 19,5 x 15 cm), zwei Spalten zu 30-31 Zeilen, Verse abgesetzt – Mitte des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch ausgesparten Raum von 3, am Spaltenende von 2 Zeilen – die Anfangsbuchstaben (Majuskeln, z.T. verziert) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 48 (Gϑ):

1. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249/3e
2. Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum, Hs. 17439
3. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 923 Nr. 41

Pergament – Insgesamt 10½ Blätter, darunter 4 Doppelblätter – Format 25-25,5 x 17-18 cm (Schriftraum 17-17,5 x 10-11 cm), eine Spalte zu 30 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch rote Initialen in der Höhe von zwei Zeilen – die Anfangsbuchstaben sind mit einem durchgehenden, senkrechten roten Strich ausgezeichnet – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 49 (Gι):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 923 Nr. 38

Pergament – 1 Doppelblatt – Format 17,9 x 15,5 cm, ursprl. Format ca. 24 x 15,5-16 cm (Schriftraum ca. 21 x 13-13,5 cm), zwei Spalten zu 41-42 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 14. Jhs. – bairisch-österreichisch – Abschnittsgliederung durch eine dreizeilige rote Lombarde – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (meist rot gestrichelte Majuskeln) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 50 (Gλ und j):

1. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 5249/3a (j)
2. München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 194/IV (Gλ)

Pergament – 1 Blatt und 1 Querstreifen eines weiteren Blattes – Format des vollständigen Blattes 31,5 x 19,5 cm (Schriftraum 23,8 x 15,5 cm), zwei Spalten zu 48 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – niederösterreichisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Initialen – die Anfangsbuchstaben (Majuskeln) der ungeraden Verse sind in eigener Kolumne herausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium

Fr. 51 (Gν und Gω):

1. Münster, Diözesanbibliothek, Bestand Studien- und Zentralbibl. der Franziskaner, ohne Sign. (1) (früher Studien- und Zentralbibl. der Franziskaner, ohne Sign. [1]; davor Dorsten, Franziskanerkloster, ohne Sign.) (Gω)
2. Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 6 (Gν)

Pergament – Insgesamt 3 Doppelblätter – 2 Hände nachweisbar; die Einrichtung der Seiten wird von den Schreibern unterschiedlich gestaltet – ursprl. Format ca. 24 x 16,5 cm (Schriftraum variiert: Schreiber I: 19, 3 x 12,9 cm; Schreiber II: 20,5 x 13,5-14 cm), zwei Spalten zu 40 (Schreiber I) bzw. 44 (Schreiber II) Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – aus Westfalen (westmitteldeutsch eingefärbte Schreibsprache von niederdeutschen Schreibern) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige blau-rote Fleuronnée-Initialen (Schreiber I) bzw. durch zweizeilige rote Lombarden (Schreiber II). Der Großabschnitt bei 627,1 ist nicht hervorgehoben – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse wurden durch beide Schreiber rot gestrichelt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 52 (Gξ):

Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 734 Nr. 3

Pergament – 2 Querstreifen eines Doppelblattes – Format 6 x 21 cm, ursprl. Format mind. 19 x 13,5 cm (Schriftraum ca. 15,6 x 11,3 cm), zwei Spalten zu 44 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. / Anfang des 14. Jhs. – oberdeutsch mit mitteldeutschen Merkmalen (alemannisch?) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (rot gestrichelte Majuskeln) sind ausgerückt (in eigener Kolumne) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 53 (Gρ):

Praha, Národní knihovna České republiky, Cod. XXIV.C.3 (früher Fragm. germ. 3)

Pergament – 1 Blatt – Format 21 x 15,3 cm (Schriftraum 19,5 x 14 cm), zwei Spalten zu 34 Zeilen, Verse abgesetzt – Anfang des 14. Jhs. – österreichisch (südböhmisch?) – Abschnittsgliederung durch zweizeilige, abwechselnd rote und blaue Initialen – die ungeraden Verse sind geringfügig ausgerückt, ihre Anfangsbuchstaben (rotgestrichelte Majuskeln mit z.T. auffälliger Zackenverzierung) stehen auf der vertikalen Begrenzungslinie – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 54 (Gψ):

Freiburg im Breisgau, Universitätsbibliothek, Hs. 678

Pergament – Querstreifen eines Doppelblattes – Format 11 x 15,3 cm (ursprl. Schriftraum 19,5 x 14 cm), zwei Spalten zu verm. 40 Zeilen, Verse nicht abgesetzt – Mitte des 13. Jhs. – oberdeutsch (eher alemannisch als bairisch) – Abschnittsgliederung nicht erkennbar – die Anfangsbuchstaben der Verse sind oft vergrößert bzw. Majuskeln – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 55 (B):

Wien, Österreichische Nationalbibliothek, Cod. Ser. nova 2698

Pergament – 1 Längsstreifen eines Blattes – Format des Streifens 21,5 x 0,8 cm, ursprl. Format ca. 23 x 15 cm (Schriftraum 21,5 x 12,2 cm), zwei Spalten zu 60 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 13. Jhs. – oberdeutsch – Abschnittsgliederung durch dreizeilige Initialen, abwechselnd rot und blau mit Verzierungen in der Gegenfarbe – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (Majuskeln) sind ausgerückt, in eigener Kolumne, abwechselnd rot und blau – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 56 (C):

Linz, Oberösterreichische Landesbibliothek, Hs. 1130 (früher ohne Sign.)

Pergament – Pergament – 4 Querstreifen eines Doppelblattes – Format der Streifen 7,8 x 18,5 cm, 6,3 x 18,5 cm, 0,5 x 7-9 cm, 0,5 x 7-9 cm, ursprl. Format mindestens 27 x 18,5 cm (Schriftraum 22 x 15 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – oberdeutsch mit mitteldeutschen Merkmalen – Abschnittsgliederung durch Aussparung der Position des Anfangsbuchstabens für die Initialen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (Majuskeln oder vergrößerte Minuskeln) sind ausgerückt, in den a-Spalten auf eigener Linie – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 57 (H):

Heidelberg, Privatsammlung Eis, Hs. 100

Pergament – 4 Falzstreifen aus dem oberen Teil eines Blattes – Format 10,3 x 7,5 cm, ursprl. Format mind. 23,5 x 15 cm (Schriftraum 19 x 12 cm), zwei Spalten zu 55-57 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch zwei dreizeilige rote Initialen (bei 503,1 und 505,1) – die Anfangsbuchstaben (rot gestrichelte Majuskeln) sind kaum ausgerückt – Lesbarkeit durch Makulierungsschäden beeinträchtigt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 58 (q):

Freiburg i. Br., Universitätsbibliothek, Hs. 530

Pergament – 2 Stücke aus einem Einzelblatt – ursprl. Format mindestens 33 x 23 cm (ursprl. Schriftraum 24,5 x 17-18 cm), zwei Spalten zu 38 Zeilen – erste Hälfte des 14. Jhs. – (süd)rheinfränkisch – zwei Stücke aus einem Einzelblatt: ein Längsstreifen mit dem Innenrand und dem größten Teil von Sp. 1ra/vb (29,3 x 7,3-11,6 cm, zur Blattmitte hin unregelmäßig ausgeschnitten), ein kleines Stück mit den Versanfängen bzw. -schlüssen der Sp. 1rb/va (10 Zeilen, 6,3 x 3,5-4,2 cm) – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 59:

Marburg, Hessisches Staatsarchiv, Best. 147 Hr 1 Nr. 16 (verschollen)

Pergament – Reste einer oberen Blatthälfte in 2 Querstreifen – Format 9,5 x 16,0 cm (ursprl. Schriftraum ca. 25 x 18,5-19 cm), zwei Spalten zu 43 Zeilen, Verse abgesetzt – 13. Jh. – mitteldeutsch (vermutlich rheinfränkisch) – Abschnittsgliederung bei Sinnabschnitten durch aus der Zeile herausgerückte Initialen – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 60:

Ljubljana, Narodna in univerzitetna knjižnica, Ms. 1553 (früher Nr. 99/50)

Pergament – Reste von zwei Blättern (vielleicht ein Doppelblatt) – Format 4,5 x 6,5 cm und 15 x 11,6 cm bzw. 11,8 x 15 cm – ursprl. Format ca. 27 x 20 cm (Schriftraum ca. 22,5 x 16 cm), zwei Spalten zu 39 (Bl. 1ra: 38) Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 13. Jhs. – bairisch-österreichisch (kärntnerisch?) – Abschnittsgliederung durch rote Initialen in der Höhe von zwei Zeilen – die Anfangsbuchstaben sind in eigener Kolumne vor die Spalte gerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 61:

Heidelberg, Universitätsbibliothek, Heid. Hs. 3650

Pergament – 2 Doppelblätter – Format 34,1 x 23,6 cm (Schriftraum 25,6 x 17,1 cm), zwei Spalten zu 36 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch zweizeilige, abwechselnd rote und blaue Initialen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (rot gestrichelte Majuskeln) sind ausgerückt (in eigener Kolumne) – Korrekturen von der Hand des Schreibers – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 62:

Leeuwarden, Tresoar (Fries Historisch en Letterkundig Centrum), ms. 150 HS ltr. F (früher Hs. 150 Nr. 1)

Pergament – 2 Blätter – ursprl. Format 32 x 20,5 cm (Schriftraum 25,5 x 16,7 cm), zwei Spalten zu 35 Zeilen, Verse abgesetzt – 14. Jh. – westmitteldeutsch (vielleicht niederdeutscher Schreiber nach oberdeutscher Vorlage) – Abschnittsgliederung durch dreizeilige Goldinitialen auf blauem, grünem oder rotem Grund – die Anfangsbuchstaben (überwiegend Majuskeln) sind nicht ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 63:

Wien, Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Fragm. Nr. 65

Pergament – 1 Blatt – Format 33 x 25 cm (Schriftraum 23,3 x 17,8 cm), zwei Spalten zu 40 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – bairisch – Abschnittsgliederung durch zwei- oder dreizeilige, abwechselnd rote und blaue Initialen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (rot gestrichelte Majuskeln) sind ausgerückt (auf der Mittellinie einer eigenen Kolumne) – eine Korrektur von der Hand des Schreibers – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 64:

Mengeringhausen (Waldeck), Stadtarchiv, keine Signatur

Pergament – 2 Stücke eines Blattes – Format 7,2-7,5 x 5,4-6 cm, 6,6-6,8 x 6,1 cm (ursprl. Schriftraum ca. 21 x 14 cm), zwei Spalten zu 41 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – südwestdeutsch (mit mitteldeutschen Merkmalen) – Abschnittsgliederung nicht erhalten – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind geringfügig ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 65:

Hannover, Niedersächsisches Landesarchiv, Hann. 75 Nr. 1862

Pergament – 1 Längsstreifen – Format 27 x 1,5-4,6 cm (Schriftraum 24 x ca. 2 cm), zwei Spalten zu 48 Zeilen, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 13. Jhs. – oberdeutsch – Abschnittsgliederung durch eine sechszeilige rote und eine vierzeilige blaue Initiale – die Anfangsbuchstaben (z.T. Majuskeln) sind ausgerückt – unliniert – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 66:

Augsburg, Universitätsbibliothek, aus Cod. III.1.4° 8

Pergament – 1 Falzstreifen eines Doppelblattes – Format 1,1 x 12 cm (Schriftraum ursprl. ca. 14 x 11 cm), zwei Spalten zu 42 Zeilen, Verse abgesetzt – zweite Hälfte des 13. Jhs. – oberdeutsch (ostalemannisch) – Abschnittsgliederung durch eine dreizeilige Initiale – die Anfangsbuchstaben (überwiegend Majuskeln) sind ausgerückt, in eigener Kolumne – unliniert – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 67:

Stuttgart, Stadtarchiv, ohne Signatur, verschollen

Pergament – 1 Blatt – Format nicht feststellbar (Schriftraum nicht feststellbar) – um 1300 – Schreibsprache nicht feststellbar – gemäß einer im Nachlass von Eduard Hartl erhaltenen Postkarte eines Dr. Gregor Kurtz vom 27.5.1933 stammt das Fragment von einem abgesprungenen Einband und enthielt Buch XV 757ff. – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 68:

1. Schloss Anholt, Fürstlich Salm-Salm’sches Archiv, Membra disiecta Nr. 3
2. Köln, Privatbesitz Auktionshaus Venator & Hanstein, Nr. 104/511, Verbleib unbekannt

Pergament – 1. 1 Blatt, 2. 1 Doppelblatt – Format 30,8 x 21,5 cm (Schriftraum 22 x 16,4 cm), zwei Spalten zu 32 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des ersten Viertels des 14. Jhs. – südmitteldeutsch-ostfränkisch, von einem (west)niederdeutschen Schreiber – Abschnittsgliederung durch einzeilige rote Lombarden – die Anfangsbuchstaben sind ausschließlich Minuskeln – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 69:

Solothurn, Staatsarchiv, Handschriftenfragmente R 1.4.234 (2)

Pergament – 42 Querstreifen – ursprl. Format ca. 6 x 16 cm (Schriftraum ca. 18 x 12 cm), drei Spalten zu 69-70 Spalten, Verse abgesetzt – erste Hälfte des 14. Jhs. – alemannisch mit bairischem Einfluss – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 70:

Arnhem, Openbare en Gelderse Wetenschappelijke Bibl., MS 78, verschollen (Abdruck der Verse 759,1-761,30 in: Algemeene konst- en letterbode 66 [Nieuwe Reeks 1], 1854, Nr. 23, S. 182)

Pergament – 4 Doppelblätter – Format quart (Schriftraum unbekannt) – insgesamt 700 Zeilen (Verse 350-361 und 744-768), zwei Spalten zu vermutlich 43-44 Zeilen, Verse abgesetzt – Ende des 14. Jhs. – mitteldeutsch (westliches Hessisch?) – Abschnittsgliederung durch rote und blaue Initialen – die Fragmente dienten als Schutzblätter eines Exemplars des ›Anti-Lutherus‹ von Josse Chlichtove (Paris 1525), das in der Bibliothek der Eusebiuskerk in Arnhem aufbewahrt wurde – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Fr. 71:

Praha, Národní muzeum, Sammlung Adolf Patera: 1 H a 144

Pergament – 1 unvollständiges Doppelblatt, bestehend aus 15 Querstreifen – Format ca. 22,5 x 15,5 cm (Schriftraum 21,5 x 12,5–13 cm), zwei Spalten zu 41–43 Zeilen, Verse abgesetzt – Wende vom 13. zum 14. Jh. – oberdeutsch (bairisch-ostalemannisch) – Abschnittsgliederung durch dreizeilige, abwechselnd rote und blaue Initialen – die Anfangsbuchstaben der ungeraden Verse (Majuskeln) sind ausgerückt – vgl. auch die Angaben im Marburger Repertorium.

Zu dieser Liste der Handschriften vergleiche man:


Die Handschriften-Siglen folgen dem System von Joachim Heinzle, Klassiker-Edition heute, S. 62 [in Klammern die Siglen der Systematik nach Hartl (Studienausgabe von Schirok, S. XXVIIff.)].

Die Fragmentbezeichnung in Ziffern schließt sich G. Bonath/H. Lomnitzer, Verzeichnis der Fragment-Überlieferung, an [in Klammern ältere Siglen (vgl. u.a. Ulzen, S. VIf.)].
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Zusammengestellt von Robert Mohr, Robert Schöller und Michael Stolz; zuletzt geändert am 12. Juli 2016.
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